Minister Remmel ©Florian Sander/MKULNV

100-Kantinen-Programm des Umweltministeriums: Dritte Bewerbungsrunde startet

Nach dem erfolgreichen Auftakt des 100-Kantinen-Programms im November 2015 startet das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen nun die dritte Bewerbungsrunde. Bis zum 30. Juni 2017 werden Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung gesucht, die bereits ein regionales Küchenkonzept in ihrer Kantine umsetzen. Voraussetzung für die Teilnahme: Bei mindestens drei eingesetzten Produktgruppen (z.B. Gemüse, Kartoffeln, Milch oder Fleisch) müssen mindestens 30 Prozent der Lebensmittel aus NRW stammen.

Über 100 Kantinen wurden 2015 und 2016 bereits als Pionierkantinen ausgezeichnet. Sie verbinden Tradition mit Innovation und setzen sich für die Regionalvermarktung ein. Von Ostwestfalen, Münsterland, über das Bergische Land bis ins Rheinland bieten inzwischen Kantinen und Caterer in ganz NRW den Gästen Essen aus regionalen Lebensmitteln an. „Es freut mich sehr zu sehen, was sich Nordrhein-Westfalens Kantinen einfallen lassen, um ihren Gästen gesunde Speisen aus der Region anzubieten“, sagte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel.

Zu den Ausgezeichneten zählen besonders Betriebskantinen, aber auch Schul- und Kitaverpflegungen, Hochschulkantinen sowie Mensen sozialer und öffentlicher Einrichtungen. Die Kantinen haben unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen, die Anzahl der Essen variiert zwischen 20 und 9.000 Portionen täglich. Trotz der großen Unterschiede haben alle Pioniere gemeinsam, dass sie Lebensmittel aus der Region bewusst einsetzen und wertschätzen.

In diesem Jahr können weitere Kantinen am Programm teilnehmen, die sich die Pioniere zum Vorbild nehmen, aber auch neue Ideen für regionale Küchenkonzepte mitbringen.

Ziel des Programms ist, NRW auch zu einem Vorbild bei der Herstellung und Vermarktung regionaler und tiergerecht erzeugter Lebensmittel in Gemeinschaftsverpflegungen zu machen. Das Programm bietet zahlreiche Maßnahmen an, um alle Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen und die Herausforderungen des regionalen Einkaufs zu meistern. Bereits zu Beginn wurde ein virtueller Marktplatz eingerichtet, über den neue Einkaufsmöglichkeiten zu entdecken sind. Dort sind  mittlerweile mehr als 200 Lieferpartner für Kantinen registriert.

Seit 2015 werden regelmäßig Veranstaltungen rund um das Thema Regionalität und tiergerechte Haltung organisiert. Regionale Küchenkonzepte sind nur möglich, wenn Kantinen mit ihren Lieferanten und Lieferantinnen eng zusammenarbeiten. Neben den fachlichen Inhalten boten die verschiedenen Veranstaltungen eine gute Gelegenheit zum kollegialen Austausch und zum Knüpfen neuer Lieferbeziehungen. Als weitere Maßnahme ist ein Leitfaden entwickelt worden, der Kantinen hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches regionales Küchenkonzept bietet.

Gruppenfoto der Pionierkantinen 2016 mit Herrn Minister Remmel

Presse-Archiv

28.09.2016 Sie gehen mit gutem Beispiel voran und verwenden in ihren Küchen regionale Lebensmittel sowie Produkte aus artgerechter Tierhaltung – dafür hat NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel am Montag 30 Kantinen-Konzepte, die in einer Vielzahl an Kantinen in ganz NRW umgesetzt werden, im Rahmen des 100 Kantinen-Programms als Pioniere ausgezeichnet. Bei der Fachtagung in Düsseldorf ging es aber nicht nur um Best-Practice-Beispiele, sondern Expertinnen und Experten sprachen auch über Regionalität in Großküchen und diskutierten anschließend mit den Teilnehmenden zu den Themen: Kommunikation, regionale Qualität, Logistik, Schule, Nachhaltigkeit und artgerecht produzierte Lebensmittel.

Zu den ausgezeichneten Pionierkantinen zählen insbesondere Betriebskantinen, aber auch Schul- und Kitaverpflegungen, Hochschulkantinen sowie Mensen sozialer und öffentlicher Einrichtungen. Die Kantinen haben ganz unterschiedliche Zielgruppen, die Anzahl an Essen variiert zwischen 25 und 9.000 Portionen täglich und die Anforderungen und Küchenkonzepte sind jeweils andere. Während die eine Kantine das etwas teurere, dafür aber qualitativ hochwertige Fleisch durch kleinere Portionen kompensiert, hat sich eine andere Staffelpreise überlegt, bei dem die Mitarbeiter je nach Verdienst bezahlen. Auf diesem Weg kostet die Geschäftsleitung das Essen etwas mehr, dafür kann sich der Azubi für weniger Geld ebenfalls ein leckeres Mittagessen leisten.

Gerade diese verschiedenen Wege lobte Minister Johannes Remmel: „Die Pionierkantinen verbinden Tradition mit Innovation und setzen sich für Regionalvermarktung ein. Dafür möchte ich mich bei ihnen bedanken, aber auch bei den Erzeugern, die das erst möglich machen." Zudem ist sich der Minister sicher, dass Kantinen mit regionalen Küchenkonzepten den Wünschen von Verbraucherinnen und Verbrauchern nachkommen. Denn regionale Produkte haben viele Vorteile: Sie unterstützen die heimische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in NRW, schmecken gut, verkürzen Transportwege und können zu einem klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsum beitragen.

Kommunikation ist wichtig

Aus diesem Grund hat das Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium NRW das 100 Kantinen-Programm 2014 ins Leben gerufen: Ziel ist es, die Verwendung von regionalen Lebensmitteln und Produkten aus artgerechter Tierhaltung in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern. Als regional gelten dabei Produkte, die aus Nordrhein-Westfalen stammen. Jetzt mussten die Pioniere vorweisen, dass sie in mindestens drei verschiedenen Produktgruppen mindestens 30 Prozent an regionalen Lebensmitteln verwenden.

Der Schwerpunkt der Fachtagung lag in diesem Jahr auf der Kommunikation, die laut aller Referentinnen und Referenten überaus wichtig ist – und zwar sowohl mit den Gäste und dem Küchenteam , wie auch mit Lieferanten und Erzeuger.

Wie das in der Praxis aussehen kann, welche weiteren Herausforderungen und Lösungen es für mehr regional und artgerecht produzierte Lebensmittel in Großküchen gibt und was Regionalität mit Nachhaltigkeit zu tun hat, darüber diskutierten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen. Dabei wurde deutlich, mit wie viel Engagement und Interesse Erzeuger, Lieferanten und Kantinenwirte das Thema verfolgen. Und so werden im nächsten Jahr sicherlich weitere Kantinen am Programm teilnehmen, die sich die Pioniere zum Vorbild nehmen, aber auch neue, kreative Ideen für regionale Küchenkonzepte mitbringen werden.

Nach einem erfolgreichen Auftakt des 100-Kantinen-Programms im letzten Jahr veranstaltet das Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium NRW am 26. September 2016 in Düsseldorf zum zweiten Mal eine Fachtagung zum 100-Kantinen-Programm.

Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel wird auf der Tagung die neuen Pionierkantinen 2016, die die mit gutem Beispiel vorangehen und die Vielfalt der Möglichkeiten beim Einsatz von Produkten aus regionaler Herkunft und artgerechter Tierhaltung zeigen, persönlich auszeichnen. Neben der Auszeichnung stehen bei der Fachtagung Vorträge und Themenforen im Mittelpunkt. Wie kaufe ich regional ein? Wie erkläre ich den Kantinengästen die Umstellung auf regionale Lebensmittel? Fragen wie diese sollen dabei beantwortet und Fachwissen vermittelt werden. Zudem können sich die Teilnehmenden über den Einsatz von Produkten aus NRW austauschen und Kontakte knüpfen.

Mit dem 100-Kantinen-Programm sollen Kantinen in NRW motiviert und unterstützt werden, mehr regional und artgerecht produzierte Lebensmittel in ihren Küchen zu verwenden. Mit dem Einsatz regionaler Produkte stärken Kantinen die heimische Agrar- und Landwirtschaft, verkürzen Transportwege und tragen zu einem klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsum bei. Sie greifen damit einen aktuellen Trend auf: Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher legen Wert auf qualitativ hochwertige Lebensmittel aus der Region – auch in Gemeinschaftsverpflegungen. Auf artgerecht produzierte Lebensmittel legen immer mehr Verbraucher auch in der Außer-Haus-Verpflegung Wert. Als „regional“ gelten dabei Produkte, die aus Nordrhein-Westfalen stammen. Das Programm wird in den nächsten Jahren Kantinenwirte darin unterstützen, Ideen für eine auf Regionalität basierende Küche zu entwickeln und die Herausforderungen des regionalen Einkaufs zu meistern. So sollen beispielsweise zuverlässige Lieferketten zwischen Kantinen und Erzeugern etabliert werden.

Das MKULNV lädt engagierte Kantinenbetreiber, Erzeuger, Lieferanten sowie Akteure aus den Bereichen Produktion, Vermarktung und Zubereitung nach Düsseldorf ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist online bis zum 19. September möglich. Näheres zu den Inhalten der Fachtagung und den Referierenden finden Sie im Programm.

(18.05.2016) Nach dem erfolgreichen Auftakt des 100-Kantinen-Programms im November 2015 startet das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen nun die zweite Bewerbungsrunde. Bis Ende Juli 2016 werden Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung gesucht, die bereits ein regionales Küchenkonzept in ihrer Kantine umsetzen. Voraussetzung für die Teilnahme: Bei mindestens drei eingesetzten Produktgruppen (z.B. Gemüse, Kartoffeln, Milch oder Fleisch) müssen mindestens 30 Prozent der Lebensmittel aus NRW stammen.

Im Herbst 2016 werden die Pionierkantinen auf einer Fachtagung ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Kantinen der zweiten Runde werden außerdem als Praxis-Beispiel vorgestellt. Hier wird präsentiert, wie die Kantinen erfolgreich regionale Lebensmittel in ihr Küchenkonzept integrieren.

Im ersten Durchgang des 100-Kantinen-Programms wurden 23 Pionier-Kantinen für ihre regionalen Küchenkonzepte von Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel ausgezeichnet.  Bei drei Workshops haben Vertreterinnen und Vertretern von Kantinen, Erzeugern, Lieferanten sowie Politik und Verwaltung Ideen erarbeitet, wie der Einsatz von mehr regionalen Produkten in Küchen der Gemeinschaftsverpflegung erfolgreich gelingen kann. Zusätzlich boten die Workshops eine Plattform zur Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander, so dass bereits erste Handelskontakte im Rahmen dieser Veranstaltungen geknüpft werden konnten. Die Ergebnisse der Workshops sowie die Erfahrungen der Pionierkantinen flossen in den „Leitfaden für den Einsatz regionaler Lebensmittel in Gemeinschaftsverpflegungen“ ein.

Das Landwirtschaftsministerium plant in der zweiten Jahreshälfte 2016 Workshops speziell für Erzeuger und Lieferanten von regionalen Lebensmitteln. In Entwicklung ist außerdem eine Rezeptdatenbank, in der regionale Rezepte für die Gemeinschaftsverpflegung gesammelt werden. Vorschläge können an 100-kantinen@mkulnv.nrw.de verschickt werden.

(09.03.2016) Im Rahmen des 100 Kantinen-Programms fand am 07.03.2016 der vorerst letzte von drei regionalen Workshops in Duisburg statt. Zu Gast waren die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesmal bei der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Für das leibliche Wohl der Vertreterinnen und Vertreter von Kantinen, Lieferanten und Erzeugern sorgte das inklusive Küchenteam der Gastgeber unter der Leitung des Küchenchefs Thomas Hilgert.

Zum Auftakt der Veranstaltungen wurden die Teilnehmer wie bei den vorherigen Workshops durch die beiden Referenten Frau Katrin Quinckhardt (Landwirtschaftskammer NRW) und Herrn Martin Kieffer (Rechtsanwaltskanzlei Kieffer Legal Services) über aktuelle Ernährungstrends sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Beschaffung und Vermarktung regionaler Lebensmittel informiert. Anschließend gab Küchenmeister und Kochbuch-Autor Markus Haxter in einem Interview einen Einblick in die Praxis und motivierte seine Zuhörerinnen und Zuhörer dazu, vermehrt regionale Produkte in den Kantinen Nordrhein-Westfalens zu nutzen.

Angeregt durch die verschiedenen Fachvorträge erarbeiteten die Teilnehmenden in kleinen Diskussionsrunden Ideen, wie eine Verwendung regionaler Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung funktionieren kann. Weiterhin erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch z. B. zu Liefer- und Einkaufsstrukturen oder der Kommunikation mit dem Gast. Die Ergebnisse der Diskussionsrunden aus Duisburg sowie die Ergebnisse der vorangegangen Workshops in Bonn und Bielefeld fließen in die Gestaltung eines Leitfadens des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Dieser soll den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung Hilfestellungen geben, zunehmend regionale Lebensmittel im Speiseplan einzusetzen. Der Leitfaden wird in den nächsten Wochen auf der Internetseite des 100 Kantinen-Programms veröffentlicht.

Das Ministerium plant im Rahmen des Programms weitere Veranstaltungen für Interessierte anzubieten. Im Gespräch sind hier beispielsweise Workshops, in denen sich Erzeuger und Lieferanten für die spezifischen Anforderungen der Kantinen qualifizieren können. Aktuelle Informationen finden Sie in Kürze ebenfalls auf der Internetseite des 100 Kantinen-Programms.

In Duisburg zeigten sich erste Erfolge der angestrebten Vernetzung von Erzeugern, Lieferanten und Kantinen durch das 100 Kantinen-Programm. So berichtete ein Kartoffelverarbeiter von einer Kooperation mit einer Kantine in der Region, die sich durch einen Kontakt bei der ersten Veranstaltung des 100 Kantinen-Programms im November 2015 ergeben hat.

Wenn auch Sie Kontakt zu Erzeugern, Lieferanten oder Verarbeitern aus ihrer Region aufnehmen möchten, schauen Sie doch auf dem virtuellen Marktplatz des 100 Kantinen-Programms vorbei. Hier können Sie sich ebenfalls als Erzeuger regionaler Produkte registrieren oder als Kantine eine Suchanfrage aufgeben.

(24.02.2016) Am 23. Februar 2016 fand in Bielefeld der zweite von insgesamt drei regionalen Workshops im Rahmen des 100 Kantinen-Programms statt. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Vertreter von Kantinen, Lieferanten, Erzeugern und weitere Interessierte. Sie kamen zusammen, um sich zu vernetzen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie es gelingen kann, mehr regionale Produkte in die Kantinenküchen Nordrhein-Westfalens zu bringen.

Den Schwerpunkt bildete bei diesem Workshop die Schulverpflegung. Eine im November letzten Jahres für ihr regionales Küchenkonzept ausgezeichnete Schulkantine berichtete von Erfahrungen aus der eigenen Praxis im Berufskolleg, in dem gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern für das Schulrestaurant gekocht wird. Neben dem Beitrag aus der Praxis standen auch Impulsvorträge auf dem Programm - dabei ging es unter anderem um aktuelle Ernährungstrends sowie rechtliche Fragen im Hinblick auf die Beschaffung und Vermarktung regionaler Lebensmittel. In anschließenden Diskussionsrunden wurden vertiefende Fragen zu Einkaufsstrukturen, Anforderungen an das Angebot und die Kommunikation mit Gästen und Beschäftigten engagiert und interessiert bearbeitet.

Die Ergebnisse werden in einen Leitfaden aufgenommen, der im Rahmen des 100 Kantinen-Programms vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt wird. Dieser wird eine Orientierungshilfe für Kantinen aus NRW darstellen, die mehr regionale Produkte in ihrer Küche verwenden wollen.

(02.02.2016) Rund 50 Teilnehmer/innen haben am 02.02.2016 beim ersten regionalen Workshop des 100 Kantinen-Programms in Bonn teilgenommen. Ziel des Workshops war es, Kantinen, Erzeuger und Lieferanten zusammenzubringen und gemeinsam zu diskutieren, wie es Kantinenwirtinnen und -wirten gelingen kann, in ihren Küchen mehr regionale Produkte einzusetzen. Neben Diskussionsrunden standen an diesem Nachmittag mehrere Vorträge im Mittelpunkt. Dabei ging es um Ernährungstrends und um rechtliche Fragen im Hinblick auf die Beschaffung und Vermarktung regionaler Lebensmittel. Außerdem berichtete eine Pionierkantine, die im November für ihr regionales Küchenkonzepts ausgezeichnet wurde, von ihren Erfahrungen aus der Praxis. Der Einsatz von regionalen Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung ist – wie die Diskussionsrunden zeigten - definitiv ein Thema für die  meisten Kantinenwirtinnen und –wirte. Aber der Prozess steht noch am Anfang, Herausforderungen in der Beschaffung, dem Aufbau von Logistik müssen noch gelöst werden. Es gibt jedoch bereits viele Ideen, wie ein regionales Küchenkonzept an die Gäste kommuniziert werden kann mit Stellwänden, Probeverkostungen, Ausweisung in der Karte und vielem mehr. Die Ergebnisse des Workshops und der folgenden Workshops Ende Februar in Bielefeld und Anfang März in Duisburg dienen als Grundlage für einen Leitfaden, der im Rahmen des 100 Kantinen-Programms erstellt wird. Dieser wird eine Orientierungshilfe für Kantinen aus NRW, die mehr regionale Produkte in ihrer Küche verwenden wollen.

(19. November 2015) Auf einer Fachtagung zum „100 Kantinen-Programm“ wurden heute 23 Kantinen ausgezeichnet, die bereits regionale Lebensmittel und Produkte aus artgerechter Tierhaltung einsetzen. Für Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel zeigen diese Beispiele die Vielfalt der Möglichkeiten beim Einsatz von Produkten aus regionaler Herkunft und artegerechter Tierhaltung: „Unser Ziel war, zuerst Pioniere zu finden. Die ersten 23 stellen uns heute ihre Konzepte vor. Der nächste Schritt wird dann sein, von diesen Erfahrungen zu lernen und mit den Beispielen aus der Praxis andere Kantinen zu motivieren, am neuen Programm teilzunehmen", erklärte Remmel. "Die Bewirtschaftung von Kantinen ist kein einfaches Feld. Das Ziel dieser Fachtagung ist deshalb, Best-Practice-Beispiele  zu präsentieren sowie die ersten regionalen Netzwerke herzustellen aus Lieferanten und Abnehmern."

Regionale Produkte haben viele Vorteile: sie unterstützen die heimische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in NRW, schmecken gut, verkürzen Transportwege und können zu einem klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsum beitragen. Dieser Trend solle laut Minister Remmel auch in der Gemeinschaftsverpflegung genutzt werden: "Verbraucherinnen und Verbraucher sehen im Kauf regionaler und artgerechter Produkte einen Mehrwert. Wir unterstützen zugleich die heimische Landwirtschaft und geben Anreize für eine artgerechte Tierhaltung", sagte Remmel.
Ins Leben gerufen wurde das 100 Kantinen-Programm vom NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium. Das Ziel des Programms ist, die Verwendung von regionalen Lebensmitteln und Produkten aus artgerechter Tierhaltung in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern. Als „regional“ gelten dabei Produkte, die aus Nordrhein-Westfalen stammen. Das Programm wird in den nächsten Jahren Kantinenwirte darin unterstützen, Ideen für eine auf Regionalität basierende Küche zu entwickeln und die Herausforderungen des regionalen Einkaufs zu meistern. So sollen beispielsweise zuverlässige Lieferketten zwischen Kantinen und Erzeugern etabliert werden.

Auf der Fachtagung zeichnet NRWs Umweltminister Johannes Remmel 23 Pionierkantinen aus, die schon heute auf regionale Lebensmittel setzen und anderen Betrieben als Vorbild dienen können. „Die Praxis der Pionierkantinen zeigt eine überraschende Vielfalt und bietet viele Anregungen was an Regionalität möglich ist“, sagt Johannes Remmel. Zu den Preisträgern gehören kleine Einrichtungen, die weniger als 100 Essen am Tag zubereiten, aber auch Betreiber großer Mensen mit mehreren tausend Portionen täglich, von der kleinen Kitaküche über die Großküche bis hin zur Patientenversorgung im Krankenhaus.

Neben der Auszeichnung standen bei der Fachtagung Vorträge und Themenforen im Mittelpunkt. Wie kaufe ich regional ein? Wie erkläre ich den Kantinengästen die Umstellung auf regionale Lebensmittel? Fragen wie diese sollen dabei beantwortet und Fachwissen vermittelt werden. Auf diese Weise sollen möglichst viele Kantinenwirte von einem regionalen Küchenkonzept überzeugt werden, so dass in den nächsten Jahren mindestens 100 Kantinen am Programm teilnehmen.

(7. Juni 2015) Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich für regionale Lebensmittel und Produkte aus artgerechter Tierhaltung. Mit dem 100 Kantinen-Programm sollen Kantinen gefunden werden, die sich diesen Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher zu Herzen nehmen und sich selber das Ziel setzen, mehr regionale Lebensmittel und Produkte aus artgerechter Tierhaltung in ihrem Speiseplan und in ihren Küchen einsetzen. In einem ersten Schritt sollen Best-Practice-Beispiele aus der Gemeinschaftsverpflegung gefunden werden, die bereits Gerichte mit regionalen Lebensmitteln anbieten. „Wir wollen zuerst Pioniere finden, von ihren Erfahrungen lernen und mit ihren Praxisbeispielen andere Kantinen motivieren, am neuen Programm teilzunehmen“, sagte Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. „Die Bewirtschaftung von Kantinen ist kein einfaches Feld. Deshalb orientieren wir uns an der Praxis und versuchen regionale Netzwerke herzustellen aus Lieferanten und Abnehmern.“

Regionale Produkte haben viele Vorteile: sie unterstützen die heimische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in NRW, schmecken gut, verkürzen Transportwege und können zu einem klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsum beitragen. Dieser Trend solle laut Minister Remmel auch in der Gemeinschaftsverpflegung genutzt werden: „Verbraucherinnen und Verbraucher sehen im Kauf regionaler und artgerechter Produkte einen Mehrwert. Wir unterstützen zugleich die heimische Landwirtschaft und geben Anreize für eine artgerechte Tierhaltung“, sagte Remmel.

Unter dem Motto „Mehr NRW im Topf“ sind bis zum 15. Juli 2015 alle Kantinen in Nordrhein-Westfalen dazu eingeladen, sich mit einem Fragebogen zu bewerben. Zum Start des Programms wurde die Seite www.100-kantinen.nrw.de freigeschaltet, auf der sich alle interessierte Kantinen, Erzeuger und Lieferanten über die Ziele und Inhalte sowie den weiteren Ablauf des Programms informieren können.

Die ersten Praxisbeispiele sollen zeigen, was schon heute an Regionalität in der Gemeinschaftsverpflegung unter unterschiedlichen Bedingungen möglich ist. Daraus soll ein Kriterienkatalog abgeleitet werden, um die ersten 100 Kantinen mit regionaler Küche und Produkten aus artgerechter Haltung auszeichnen zu können. Die „Pioniere“ der Gemeinschaftsverpflegung werden auf der Internetseite www.100-kantinen.nrw.de präsentiert. Hier erhalten zudem alle Kantinen und Produzenten über einen „Marktplatz“ die Möglichkeit sich miteinander zu vernetzen und erste Kontakte zu knüpfen."Mehr NRW im Topf": 100 Kantinen-Programm gestartet - gesucht werden Kantinen mit regionaler Küche - Remmel: Regionale Lebensmittel und Produkte aus artgerechter Tierhaltung werden verstärkt nachgefragt